Ich komme durch!

In einem Traum, den ich letzte Woche hatte,
bestand meine einzige Chance zur Flucht
vor tödlicher Bedrohung darin,
durch (!) die Wand zu fliehen…
Es ist gefährlich…
In großer Angst „schaufel“ ich mich
durch die mehrere Meter dicke Wand…
denn es gibt kein Zurück…
Wenn ich nicht durchkomme, bleibe ich
in dieser Enge und Dunkelheit,
mitten in der Mauer, gefangen…
eingeschlossen in Stein…
Ungewisse Momente… fieberhaft
wühle ich mich durch und dann…
Tageslicht fällt ein und dann
bin ich draußen…

Ja, so fühlt sich meine Situation an… gefangen in Enge und Dunkelheit… tödliche Verfolger hinter mir… und ungewiss, ob ich je frei kommen werde.

Später, wach, frage ich mich, ob es nicht vielleicht Mauern waren, die ich selber gebaut hatte…

Und ein paar Tage später stoße ich zufällig auf folgenden Text:

“Mühselig, Jahr für Jahr mich millimeterweise vorarbeitend, grabe ich eine Straße durch den Fels. Millennien lang habe ich meine Zähne abgewetzt, meine Nägel zerbrochen, um da hinzugelangen, zur anderen Seite, ans Licht, an die Luft. Und jetzt, da meine Hände bluten, meine Zähne wackeln in einer durst-und staubrissigen Höhlung, halte ich inne und betrachte mein Werk. Ich hab die zweite Hälfte meines Lebens damit zugebracht, die Steine zu zerbrechen, die Mauern zu durchbohren, die Türen zu zertrümmern, die Barrieren fortzuräumen, die ich in der ersten Hälfte meines Lebens zwischen mich und das Licht gestellt hatte.”

Octavio Paz , zitiert nach John O’Donohue, Anam Cara

Vielleicht ist es so.

Doch es bleibt die Prophezeiung: ich komme durch.
Und ich erinnere mich an eine Inschrift, die an der Decke des Ahnensaals im Streithof
(einer Therapieeinrichtung in der ich war) geschrieben stand:

„Ich komme durch – durch komme ich doch.“

Atempause

Für einen längeren Artikel oder was durchdachtes reicht es nicht…
aber ich will doch grad hier lassen, dass es heute besser ist.
Freitag bin ich bei der Osteopathin fast zusammengeklappt, die hat mich nach hause gebracht, und war so besorgt, dass ich noch mehr angst bekommen habe… und mich schon wieder in der Klappse enden sah, auch weil sie morgen meine Hausärztin anrufen will. Aber wenn ich morgen nur halb so fit bin wie heute, wird sie sich sicher auch beruhigen.

Es ist unglaublich, in was für ein Wrack mich diese angst zusammen mit Kreislaufproblemen verwandeln kann… dann noch ne fette Migräne… aber heute ist ok, nur ein wenig benommen. Liege auf dem Sofa bei offener Balkontüre (jetzt natürlich nicht, jetzt sitze ich am PC ;) ) und lese Tim Parks und die Kunst stillzusitzen – für heute genau das Richtige.

Was mir auffällt, ist, dass wenn die Angst mich völlig überrollt dann auch hier niemand mehr schreibt, weder im Kommentar noch als Mail… War beim letzten Mal auch so… Frage mich, wie das kommt… Ich weiß, jeder so wie ihm/ihr ist, aber es fällt mir eben auf, dass es immer genau dann zum völligen Schweigen kommt. Warum?

Ich würde mich dann sehr wünschen, dass ich weiß, ich werde wahrgenommen… auch wenn niemand helfen kann…

Auf jeden Fall, ich bin froh, dass ich heute Kraft schöpfen kann.

Lieben gruß vom Igele igel

Wenn es hier im Stadtteil einen Therapeuten gäbe, wäre ich sicher heute vor ihm auf die Füße gefallen…
Ich hab grad solche Angst zu sterben… vor dem Tod… Jetzt im Moment grad nicht… aber ich merke, das sitzt mir in den Knochen…

Hatte heute einen der schlimmsten angstanfälle meines lebens…
Und immer die Frage: ist es vielelicht gar kein angstanfall? Ich dachte, ich muss sterben, fall ins Koma oder so… es war schrecklich…
Wie einfach wäre es, wenn ich einfach, wie andere Leute, mein Blut untersuchen lassen könnte…
Mag jetzt nicht näher beschreiben… habe noch angst, es kommt wieder…

Aber ich hatte auch einen ganz süßen Brief im Briefkasten heute… von einem jungen Mädchen/Frau, die ich vor vielen Monaten weinend im Nachbarhaus “fand” und ansprach… Und es war so süß, was sie mir schrieb…

Nacht allerseits… hoffentlich eine freidliche für alle..
das Igele

Zitate zum Thema Annahme und Akzeptanz

Im Moment springen mich dauernd Gedanken und Sätze zum Thema Annahme an – und ich will sie einfach mal festhalten… Zuletzt war es einfach nur ein Buchtitel in einem Prospekt:

Da wo ich bin, da will ich sein. (Neues Buch von Clemens Bittlinger)

Das erinnert mich an ein Zitat von Jack Kornfield, das ich einmal sehr geliebt habe:

Egal,
Wer wir sind,
Wir sind die richtige Person.
Wo auch immer
Wir uns befinden,
Es ist der richtige Ort,
Aufzuwachen und zu dienen.

Jack Kornfield

Ich denke, sie springen mich an, weil ich fühle, dass es das ist, was mir hilft / helfen würde.
Aufhören, einen Ausweg zu suchen, sondern annehmen, was ist.

Dahinein passt auch ganz wunderbar einer meiner Lieblingsträume, den ich neulich herausgesucht habe, als ich so einen Ärger mit meinem Klo hatte und mich völlig überfordert fühlte…

Klo-Traum

Familienszenen… Muss packen, weil wir für eine Woche noch einmal woanders hinfahren. Oder länger? Wie viel Klamotten brauche ich? Dann werde ich auf den Weg geschickt. Durch ein Klo – kann es nur verlassen durch eine niedrige Tür / Spalt am Boden, und der scheint voller Kot zu sein… Ihhhh!!! Aber es hilft nichts.Dann entdecke ich in der Brühe am Boden die Käfer, Küchenschaben! Denke erst, sie sind tot, ertrunken, aber nein, es krabbelt… IIIIIhhhhhhhhhh!!! Schüttel ein, zwei von meinem Schuh und flüchte hinaus.
Ein vielverzweigtes, öffentliches Haus, mit Schwimmbad, keine Menschenseele weit und breit. Und da – vier riesige freilaufende schwarze Wachhunde !!! Ich flüchte in einen Raum, aber ich kann die Tür nicht richtig schließen, sie kriegen mich. Meine Hand in ihrem nassen Maul – aber sie beißen nicht zu. Der letzte, ein kleiner Giftzwerg, kommt heran, schüttelt sich … hunderte von kleinen Knubbelchen schleudern aus seinem Fell. Läuse?Flöhe? Und er will spielen, verfloht, wie er ist…

Das kleine Mädchen sagt, dass es ihm hier gefalle, es will bleiben. Ich bin entsetzt.
Bei den Käfern?
Ja.
Und die Flöhe?
Egal.
Und die ganze Scheiße im Klo?
Das mach ich sauber.

Ich liebe diesen Traum für die Stimme dieses kleine Mädchens… ich höre sie mit ihrer munteren frischen Stimme in meinem Ohr… Völlig unerwartet diese völlig andere Sichtweise des Ganzen… Wo ich nur weg will, sieht sie gar kein Problem, fühlt sich wohl Und weiß, dieses Mädchen lebt in mir.

Annahme ist auch ein wesentlicher Bestandteil einer neuen Therapieform, über die ich gerade ein Buch lese: ACT. Das Buch, das ich lese heißt: „Wer dem Glück hinterher rennt, läuft daran vorbei“ – von Russ Harris. Dabei steht das A in ACT für Akzeptanz, C für Commitment und T für Therapie. Das Buch ist wirklich spannend und hat mir viele neue Impulse gegeben, ich kann es nur empfehlen. Begründet wurde ACT von Steven C. Hayes.

Und dann war es noch ein Segen in meinem Segensbuch…

Der ewige Gott, der dich geschaffen hat,
wecke in dir die Liebe, dich selbst anzunehmen.
Er lasse dich erkennen,
dass du einmalig und etwas Besonderes bist,
gerade so, wie er dich in seinen Gedanken gewollt hat.
Wo er dich hingestellt hat, dort sollst du blühen,
wie er dich gestaltet hat, so sollst du schön sein,
wie er dich begabt hat, so sollst du wirken.
Gott gebe seinen Segen zu deinem Sein und Tun und Werden.

Hildegunde Wöller

Und vielleicht führt mich das Beherzigen und Umsetzen von Annahme ja zu dem, was mich außerdem im Moment immer wieder in Zitaten anspringt: der Freude am Gelingen. So hängt als Monatsspruch in meiner Küche:

Glück liegt in der Freude des Erreichten und im Erlebnis der kreativen Bemühungen
(Roosevelt)

Vielleicht setzt Freude am Gelingen Annahme voraus – und das fängt bei so banalen Dingen wie dem Schmutz in meinem Klo an… Als vor einigen Wochen der Notdienst mich nach einer Rohrverstopfung in einem völlig verkoteten Bad zurückließ, war ich versucht, aufzugeben… Ich wollte nur weg und erzähle an dieser Stelle lieber nicht, was für Gedanken mir durch den Kopf schossen… Aber nur wenn ich mich stelle, kann ich eine Situation bewältigen und können meine kreativen Bemühungen Erfolg haben und Gelingen. Und das brauche ich dringend, um meine Seele aufzuhellen…

Grüßle vom Igele igele

angst

Es ist wieder wie vor einigen Monaten: die Angst hat mich… Alles was passiert, wird in einen alten Film einsortiert, und ich komme emotional gar nicht mehr raus…

Konflikte bewältigen geht gar nicht mehr…

Hab freiwillig 120 Euro von meiner Grundsicherung zu einem neuen Klo und Wasserspülung dazubezahlt, hab nix dazu gesagt, dass Vermieter sagte, er wäre schon kulant, dass ich nur die Hälfte bezahle – und winde mich jedes mal wenn jemand sagt, du spinnst doch… Klo ist komplett Vermietersache… Ich hab keinen Bock mich rumzuzanken…

Statt dessen macht es mich vielmehr rasend, dass mein neues Klo wackelt, und ich nicht wage, bei meinem Vermieter anzuschellen… – bis vorhin, als jemand mir Druck gemacht hat… Mann, war da schwer, und war ich froh, als es vorbei und er freundlich war…

Ich kann einfach nix mehr tragen…

Wie komm ich da raus…

Damals war es einfach irgendwann besser… es dauert einfach…

Echt Klasse, ey…. *rolleye*

Heute morgen hab ich einfach mal notiert, wie der Tag so ablief… und wie er entglitt…
Für meine Verhältnisse früh wach geworden – vor acht. Nach Pitti geguckt, Tee gemacht, zurück ins Bett… wach werden… Nach 9 aufgestanden… Frühstück. Müde… quälend… Paar Zettel sortiert… mit mir diskutiert, wie jetzt weiter… Ok: Mich waschen, Pitti ein Gras geben… meine Füße machen – hatte ich gestern abend versprochen – und um 10.30 mit Gymnastik anfangen, danach Besinnung. 11.10h fertig.

Hundemüde und hungrig – mein Zuckerspiegel spinnt. Butterbrot.

Danach schnell zum Markt… Seh eine Jeans, die gut aussieht und preiswert ist (meine letzte Jeans ist hinüber, brauche dringend eine) – hab aber nicht genug Geld bei… Muss erst wieder nach Hause, welches holen. Wieder zum Markt…Falls sie nicht passt, müsste ich heute noch zurückkommen… Sie passt nicht. Also zum dritten Mal (zwei Stockwerke runter… zwei Stockwerke rauf…), 300 Meter laufen…. Naja, gutes Training…

Ausruhen… Dann nochmal los… Einkauf im Supermarkt, da ich keinen Toilettenreiniger mehr hatte, und auch keinen Joghurt, auf den ich aber Heißbunger hab. Bei DM auch noch, Apotheke, Pollenschutzmaske geholt und Sparkasse, eine Ebayüberweisung erledigt.
13.30 wieder zu Hause… groggy… was essen.

Hab noch Restenergie… – also könnte ich doch JETZT noch den zweiten Schwerpunkt für heute erledigen – zum ersten Mal seit einer Woche – und mit meiner „Tagebuchsichtenarbeit“ weitermachen. (Schwerpunkt eins: Beweglichkeit) Okay, dafür muss ich erst den Schreibtisch freiräumen, – hatte heute morgen das Bett abgezogen, und da lag jetzt alles drauf. Neues Bettzeug suchen, alles aufs Bett schmeißen, Schreibtisch frei.

Irgendwie fällt mir dabei ein verstaubtes Kissen auf, was auf dem Boden liegt, hebe es auf, und sehe: Teppichkäferlarven. Mir schwant fürchterliches… Da liegt nämlich seit über einem Jahr eine Wolldecke auf dem Boden – zusammengefaltet, für meine Füße, weil es immer so kalt hier ist… hebe die Wolldecke an: Teppichkäferlarven… Viele Teppichkäferlarven……

Also nix mit TB-Arbeit, sondern weiter körperliche Arbeit, und zwar EKELSARBEIT….

14.30 fällt mir ein, dass die eingekauften Sachen noch vor der Tür stehen und ausgepackt und weggeräumt werden müssen.

Jetzt 15.08h… ich habe das hier fertig geschrieben… und es reicht mir für heute…
Obwohl – vielleicht schreib ich doch noch ein paar Worte an meinem Projekt.
Und ergänze das hier noch zum Abend hin… ist einfach mal interessant, zu sehen, wo die Zeit bleibt…

Tschööö

Liebe K… ich habe dir unten geantwortet ;)

15.23h: So lange habe ich gebraucht, um die kleine Igel Grafik anzuhängen… WordPress spinnt heute nämlich auch… :(
Und jetzt werde ich nicht mehr Schreiben, nein, ich werde mir bevor ich koche, eine winzige Runde PC-Spiel gönnen. So!

Notes

Hi zusammen…

irgendwie scheint mein Lebensthema schon lange nicht mehr ÄNGSTE zu sein, sondern ERSCHÖPFUNG.
Und deshalb schreib ich auch nix… weil es für richtige Artikel nicht ausreicht.
Und irgendwie ist das blöd… weil das Blog ja gleichzeitig auch die Verbindung zu einigen Menschen darstellt.
Also hab ich grad, entgegen meines eigentlichen Konzeptes für das Blog, jetzt die Kategorie NOTES eingerichtet,
für ganz kurze Nachrichten – wobei diese jetzt schon nicht mehr ganz kurz ist, wegen dem Erklären.
Ich hatte auch überlegt, ein Parallelblog anzulegen, in dem nur Bekannte lesen können (und schreiben) , das aber nicht öffentlich ist. Weiß aber nicht, obs das bringt.
Also, nur für heute: schönes Wetter ja, aber totale Kreislaufprobs.. erschöpft erschöpft erschöpft.
Seit Wochen. So siehts aus. Sonst nix Besonderes derzeit.
LG euch allen…
der kleine Igel

Dies und Das

Hallo zusammen…
WOW, bin ich stolz… ich hab gerade den Befreiungsantrag (Zuzahlungen) an meine KK fertig gemacht – den von 2010:( Erst fand ich diverse Belege nicht (Anfang 2011), dann fand ich neulich in einer Winterjacke den gesuchten Beleg, und fand die übrigen Unterlagen nicht mehr… Und nach einer umfangreichen Suchaktion wurde ich fündig… uff

Soweit ist es mit meiner Unordnung: dass es ein absolutes Highlight ist, wenn ich etwas wiederfinde…

Auf jeden Fall: fertig is! – zumindest soweit ich es grad tun kann (copyshop hat Ferien) – der Rest muss warten; und ein Passbild hab ich meiner Krankenkasse auch gerade fertiggemacht und online übermittelt… Wahnsinn…

Tja, was die Ordnung angeht, ist mir heute etwas klar geworden:
nach und nach ALTES aufräumen ist nur der halbe Teil. Der weitaus wichtigere Teil ist, denke ich, NEUEM seinen Platz zuzuweisen; sprich: neuer Unordnung vorzubeugen, indem ich Neues anders ablege als bisher. Ich glaube, das ist eine noch größere Herausforderung als das Aufräumen.
Ich nehme sie an!

Ja, was noch… Den Eintrag mit der Überschrift: Neujahr hab ich ja nun verpasst. Möchte aber trotzdem noch ein Neujahrsgedicht abtippen, dass mir gefallen hat.


NEUJAHR

Es ist leicht
das alte Jahr
fortzuwerfen -
abgeblüht
die Früchte verzehrt
soweit sie genießbar waren
die Erde verbraucht
der Topf zersprungen -
um ein neues zu kaufen.

Schwieriger ist es
das alte Jahr
liebevoll
umzupfanzen
in frisches Erdreich
einen neuen Topf
damit vielelicht
aus den alten
schmerzerfahrenen Wurzeln
ein neues
wächst:
ein reicheres.

Hans W. Cohn

In diesem Sinne wünsche ich uns allen
ein gutes neues Jahr!

Der kleine Igel

Gesegnete Weihnachten!

Hallo Ihr Lieben…
auch wenn ich keinen vernünftigen Weihnachtsartikel auf die Reihe kriege,
will ich doch meiner kleinen, aber feinen Leserschar ein

gesegnetes Weihnachtsfest wünschen!

Alles alles Liebe euch
vom kleinen Igel

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